Berichte

Frühlingswanderung am 15. April 2018

Bei nahezu idealen Wetterbedingungen trafen sich am Wochenende mehr als vierzig Vizslafreunde mit ihren Hunden in Gomadingen, Landkreis Reutlingen, idyllisch im Tal der Großen Lauter auf der Schwäbischen Alb gelegen.

Im großen Garten der Gastgeberin Sabine Mende bei Kaffee und Kuchen sammelten sich die Teilnehmer mit ihren teils sehr aufgeregten Vierbeinern.

Von dort aus führte uns die fast dreistündige Wanderung (mit Pause bei Getränken, Sekt und Häppchen) zum größten Teil über offene Wiesenflächen mit Baumgruppen, Gehölzen, Heckenstreifen und den typischen Wacholderbüschen hinauf zum Aussichtspunkt Sternberg (844 m ü. NHM), dem zweithöchsten Berg der Münsinger Alb.

Um das charakteristische Landschaftsbild mit seiner Vielfalt an der steilen Traufkante der Schwäbischen Alb zu erhalten und um gefährdeten Arten ein Überleben zu ermöglichen, sind immer wieder umfangreiche Pflegemaßnahmen notwendig.

Jahreszeitlich bedingt hatte die Vegetationsphase gerade erst begonnen, einige blühende Küchenschellen waren auf den großen Wiesenflächen zu sehen, die einen herrlichen Tummelplatz für unsere Hunde boten.

Nach dem Abstieg und einer kurzen Autofahrt, fand in geselliger Runde in unmittelbarer Nähe zum Schloss Lichtenstein, (ein im Stil des Historismus erbautes Schloss des 19. Jahrhunderts auch als „Märchenschloss Württembergs“ bezeichnet, 817 m ü. NHM) im historischen Gebäude der Gaststätte „Altes Forsthaus“ das Mittagessen mit schwäbischen Spezialitäten statt.

Vom Restaurant aus bot sich ein herrlicher Blick auf den Albtrauf der Schwäbischen Alb und auf das Echaztal.

Wie unsere Gastgeberin auf der Wanderung treffend bemerkte, ist es in der Tat ein großes Glück in so einer herrlichen Gegend zu wohnen, in unmittelbarer Nähe zur freien Natur mit den schier unendlichen Wandermöglichkeiten der Schwäbischen Alb.

Wir werden ganz sicher mit unseren Hunden wiederkommen, um die Gegend auf eigene Faust zu erkunden und um ein paar ruhige Tage dort zu verbringen.

Herzlichen Dank und ein begeistertes „wau wau“ an Sabine Mede und ihre Helferinnen für die Organisation dieses schönen Erlebnisses.

Dagmar Hartenstein

Einführung Jugendsuche am 28. Januar 2018 in Remshalden

Nicht zu viele Hasenspuren, nicht zu wenige. Finderwillen bestärken und unterstützen. Und immer wieder die Führigkeit und den Gehorsam üben. Am 28. Januar hat Winfried Hammer mit viel Geduld vier Hundeführern den Ablauf der VJP näher gebracht. In der Traube in Remshalden sind die Besitzer von drei Kurzhaar- und einem Drahthaar-Vizsla erschienen.

Am Morgen wurde sehr detailliert über die bevorstehende Prüfung gesprochen. Sinn, Zweck, Ablauf. Auf alle Fragen der Teilnehmer wurde detailliert eingegangen: „Wenn mein Hund nicht so ausdauernd suchen will, was mache ich dann?“ oder „Wo genau setze ich ihn auf die Hasenspur, vor oder nach der Sasse?“ Landesgruppenobmann Winfried Hammer hat durch seine 30-jährige Erfahrung mit Vizslas immer einleuchtende Antworten parat und konnte genau erklären, worauf es bei der Verbandsjugendprüfung ankommt. Gegen Mittag wurde in der Traube in Remshalden ein köstliches Mittagessen serviert und nach dem theoretischen Teil ging es bei strahlendem Sonnenschein in sein Revier.

Da eine läufige Hündin dabei war, musste Carlos – der Rüde von Winfried Hammer – leider an der Leine bleiben. Er durfte nur kurz seinen passionierten Sucherwillen präsentieren und den Junghunden zeigen, wie man richtig ein Feld absucht. Danach waren die drei Hündinnen dran und haben mit viel Verve gearbeitet. Auch die Reizangel kam zum Einsatz und das Verhalten des Hundes bei Schuss wurde beobachtet.

Es war ein sehr informativer Tag, den ich nicht missen möchte. Was ich auf jeden Fall mitgenommen habe und nicht mehr so schnell vergessen werde: die Hauptaufgabe des Jagdhundes ist es, er soll den Jäger beim Beute machen unterstützen.

Eliane Schär

VGP am 14./15.10.2017 bei Ablach

Am Morgen vom 14.Oktober 2017 haben wir uns im Suchenlokal in Krauchenwies eingefunden, wo ein leckeres Frühstück für uns gerichtet war, dem ich trotz Nervosität kaum wiederstehen konnte. Nach der Richterbesprechung ging es mit Richtern und den Revierführern ins Revier, wo gleich mit der Feldarbeit begonnen wurde. Suchengänge, Schleppe, Freiverlorensuche waren aufgrund geringer Teilnehmerzahl zügig durchgeführt. Hiernach wechselten wir den Ort, um bei weiteren Suchengängen zum Vorstehen zu kommen.

Der Richterobmann erklärte jeweils vor jeder Aufgabe mit sehr viel Sachverstand, was erwartet wurde. Im Feld hatte meine Hündin bald mehrfach die Gelegenheit an Hühnern vorzustehen sowie durchstehen und Schussruhe zu zeigen, was uns alle begeisterte und mit der Note 4h belohnt wurde.

In der folgenden Pause durften wir draussen wirklich den goldenen Herbst geniessen. Die Revierführer Ines und Jürgen Rundel, die nicht nur ihr schönes Revier zur Verfügung stellten, sondern auch Kaffee und Kuchen für ein tolles Picknick in der Sonne mitbrachten, waren mit Herzlichkeit und Humor ebenfalls eine grosse Bereicherung für die Gruppe.

Hiernach wurden im schönen Waldteil und am grossflächigen Wasser Wald- und Wasserarbeit durchgeführt. Ob gute oder weniger gute Leistungen, die Richter haben (obwohl sie von den Lagern dreier unterschiedlicher Hunderassen kamen) im Team sehr harmoniert und es wurde immer fair gerichtet.

Auch der 2. Tag konnte wieder mit einem feinen Frühstück begonnen werden, wobei die angenehme Stimmung wirklich selbst meine Nervosität verfliegen liess. Später ging es zu den verbliebenen Fächern wie Übernachtfährte, Bringselverweisen, Fuchsschleppe, Fuchshindernis und Kaninchenschleppe. Erfolgreich konnten wir auch diesen Tag zu Ende bringen.

Der Prüfungsverlauf war reibungsfrei und alles war toll organisiert, was von dem schönen Revier, mehrfach vorhandenem Federwild und dem herrlichen Wetter abgerundet wurde. Auch habe ich selten so eine gute harmonische Stimmung bei einer so anspruchsvollen Prüfung erlebt. Der nötige Humor am Rande fehlte nicht und trotzdem wurde alles höchst kompetent und sachlich erklärt, bewertet und mitgeteilt. Ich hatte das Gefühl, dass sich jeder über die 4h von Emma im Feld und die gelungene Schweiss - / Bringselverweiserarbeit mitgefreut hat und jeder mitgezittert hat, als beim Sprung über's Hindernis der Fuchs hängengeblieben ist. Auch wenn der Haarwildgehorsam nicht geprüft werden konnte, so spielte das keine Rolle, da im Anschluss an die Prüfung noch alle zu einem gemeinsamen Essen geblieben sind – denn das feine Essen im Suchenlokal hat das schöne Wochenende in Ablach / Krauchenwies doch gelungener abgerundet als Hasensuchen. Zum Abschluss gabs noch ein herziges Suchensiegergläschen mit Hundeleckerlies und eine tolle Kappe vom VUV, über was sich auch die Daheimgebliebenen Zwei- und Vierbeiner gefreut haben.

Angela Boller

 

Das Ergebnis: Der einzige  gemeldete Hund Emma von Bollerrain mit seiner Führerin Angela Boller bestand die Prüfung mit 315 Punkten im 2. Preis. Herzlichen Glückwunsch.

 

Frühlingswanderung am 30. April 2017 in Ablach

Die diesjährige Frühlingswanderung der Landesgruppe Baden Württemberg fand am 30. April 2017 im malerischen Ablach auf der Schwäbischen Alb statt. Als Gastgeber führten uns Ines und Jürgen Rundel durch ihr Revier. Um die geplante Route Wildschweinfrei zu halten, war noch ein nächtlicher Einsatz der Familie Rundel notwendig, was man ihnen am nächsten Tag aber nicht anmerkte.

Die Anfahrt der Mitglieder, Gäste und vor allem unserer vierbeinigen Begleiter führte über die  sonnendurchflutete Schwäbische Alb. Durch einige Umleitungen ausgebremst  trafen die letzten Teilnehmer etwas verspätet jedoch noch rechtzeitig vor dem Abmarsch. Die Gastgeber empfingen uns mit Kaffee und Kuchen.

Kurz nach 10 Uhr ging es bei wolkenlosem Himmel über freies Feld in Richtung Wald. Die Sonne wärmte langsam Wandergruppe und Hunde auf, was bei den zurückliegenden kalten Tagen richtig gut tat. Im Wald angekommen, zeigten sich in besonders schattigen Bereichen noch hier und da Spuren von Schnee.  Davon unbeeindruckt wanderte die Gruppe vorbei an märchenhaften Tümpeln und Teichen, auf deren ruhigen Oberflächen sich der umliegende Wald wiederspiegelte, was eine traumhafte Illusion erzeugte.

Auf ebenem Gelände ging es nun tiefer in den Wald hinein,  wobei sich die  Gemeinschaft langsam auseinander  zog. Die Hunde freuten sich, konnten sie doch gemeinsam spielend an allen vor und zurück  toben,  während Frauchen und Herrchen ins Gespräche vertieft waren. Nach einer guten Stunde angenehm lockerer Wanderung folgte die schon traditionelle Rast, bei der die Gastgeber die Wandergruppe erneut mit Kaffee, Kuchen, Erfrischungsgetränken und selbst hergestellten alkoholischen Bränden verwöhnten. Diejenigen, die anfangs nicht alle begrüßen konnten, fanden nun Gelegenheit dies nach zu holen. Viele neue und diesmal auch  junge Interessenten und Mitglieder waren mit ihren Hunden dabei, was uns alle sehr erfreute.

Nach kräftiger Stärkung und vielen abwechslungsreichen und heiteren Gesprächen traten alle wohlgestimmt den Rückweg an. Vorbei an schönen Lichtungen und unterschiedlich gestalteten Hochsitzen, musste der Wanderweg wegen Wildschweingefahr kurzfristig abgeändert werden. Nachdem der Wald verlassen wurde, ging es wieder übers freie Feld zurück zu den Autos. Leider hatte sich ein Hund unterwegs im Gesicht  eine Verletzung zugezogen. Der Tierarzt konnte die Wunde gut behandeln - wir hoffen alle, dass sie verheilt und ohne Folgen bleibt.

Vom Parkplatz aus ging es im Autokorso zum Mittagsessen ins benachbarte Krauchenwies in die Gaststätte Krone. Nachdem alle Hunde versorgt waren, ließen es sich die Teilnehmer in der Wirtschaft ebenfalls gut gehen. Bei gutem Essen wurden in locker lustiger Atmosphäre neue Bekanntschaften gemacht und Erfahrungen ausgetauscht. Eine kleine Attraktion beim Mittagstisch war ein neun Wochen alter Vizsla, der jeden in seinen Bann zog . Mit fortschreitender Zeit  ging auch diese Veranstaltung leider dem Ende zu, und so trat einer nach dem anderen nach herzlichen Abschiedsgrüßen wieder die Heimreise an.

Unser besonderer Dank für diesen wunderschönen Tag gilt den Gastgebern Ines und Jürgen Rundel mit Familie, die uns bestens versorgten und uns ihr zauberhaftes Revier zeigten.

Harald Zimmermann

Einführung Jugendsuche 2017

Am 21.01.2017 fand unter der Leitung des Landesgruppenobmanns Winfried Hammer im Restaurant & Weinstube Traube in Remshalden-Grunbach die diesjährige Einführung in die Jugendsuche statt. Drei Hundeführer mit ihren Magyar Vizsla (zwei Drahthaar und ein Kurzhaar) hatten den Weg nach Remshalden gefunden, da sie ihre Hunde in diesem Frühjahr bei einer Verbandsjugendprüfung (VJP) führen wollen.

In einem ersten, theoretischen Teil wurde den Teilnehmern der Sinn und Zweck von Zuchtprüfungen nahe gebracht. Auch auf die formalen Voraussetzungen der  Verbandsprüfungen (FCI-Papiere, Tollwutimpfung, gültiger Jagdschein und bezahltes Nenngeld) wurde eingegangen. Im Handout, das jedem Teilnehmer ausgehändigt wurde war bereits eine Liste mit bekannten Prüfungsterminen beigefügt. Eine zeitaufwändige Recherche bleibt den Teilnehmern so erspart.

Anschließend wurde der Prüfungsablauf und die einzelnen Prüfungsinhalte besprochen. Welches Verhalten während der Prüfung hilft, die mögliche Dauer und wo die Schwierigkeiten bei der Prüfung liegen,  Winfried Hammer stellte seine langjährige Erfahrung als Richter und Hundeführer zur Verführung. Die Fragen der Teilnehmer wurden beantwortet und er gab Hinweise auf die richtige Vorbereitung.

Spannend wurde es nach dem Mittagessen, als es zum praktischen Teil ins Revier von Herrn Hammer ging. Nach der langen Wartezeit durften die Hunde erst einmal toben, wobei allerdings gleich die Schussfestigkeit getestet wurde. Keiner der Hunde zeigte Probleme beim Schuss. Anschließend bekamen die Hunde die Möglichkeit an der Reizangel vorzustehen. Der Gebrauch einer Ablaufleine wurde an einer gezogenen Schleppe demonstriert. Da zuviel Schnee lag wurde auf das Durchführen einer Suche verzichtet.

Ausgestattet mit neuen Erkenntnissen und vielen Anregungen traten die Teilnehmer gegen 16.00 Uhr die Heimreise an.

Barbara Stenzel

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