Zucht ist der Kernpunkt der Aktivitäten des Vereins Ungarischer Vorstehhunde e.V.. Unter Zucht verstehen wir „verbessern, nicht vermehren“. Und weil wir diese Aufgabe sehr ernst nehmen, haben wir uns Werkzeuge geschaffen, mit denen wir glauben, unsere diesbezüglichen Ziele zu erreichen.

Als erstes Werkzeug sei die Zuchtordnung unseres Vereins genannt, die sich der VDH-Zuchtordnung und dem FCI-Zuchtreglement unterwirft, in einigen Punkten aber wesentlich detaillierter ist und in den Anforderungen an die Zuchttiere weiter geht, als dies VDH und FCI vorschreiben. Diese Zuchtordnung orientiert sich selbstverständlich an den Rassestandards des Ungarisch Kurzhaar und des Ungarisch Drahthaar. In dieser Zuchtordnung und in unserer Satzung ist festgelegt, dass der Verein Ungarischer Vorstehhunde e.V. sich zum Ziel gesetzt hat, vielseitig brauchbare Jagdhunde zu züchten, weshalb auch ein Hund in der Regel mindestens eine bestandene Herbstzuchtprüfung oder eine vergleichbare Prüfung vorweisen muss, damit er zur Zucht zugelassen werden darf. Um sehr früh besonders leistungsstarke Hunde in die Zucht zu bringen, findet jedes Jahr die Josef-Rauwolf-Zuchtausleseprüfung statt. Bei dieser HZP wird auch das Fach „Stöbern ohne Ente" geprüft. Diese Prüfung können nur Hunde bestehen, die in allen Anlagefächern mit der Note „Sehr Gut“ überzeugen und in allen übrigen Fächern mit einem mittleren „Gut“ abschneiden.

Über die endgültige Zuchtzulassung entscheidet die Körkommission unter Leitung der Hauptzuchtwartin Rita Lehner. Die weiteren Mitglieder: Der Obmann für das Zuchtrichterwesen, Herr Uwe Fischer, der Obmann für das Prüfungswesen, Herr Karl-Hermann Kleyboldt und der stellvertretende Hauptzuchtwart, Herr Heiner Tiedemann. Diese Körkommission nimmt jeden zur Zucht vorgesehenen Hund in Augenschein und überprüft, ob er vom Exterieur, von der jagdlichen Leistung, von der Gesundheit und nicht zuletzt vom Verhalten unser Ziel unterstützen kann, die Rasse zu verbessern.

Höchste Instanz in unserem Zuchtwesen ist der Zuchtausschuss. Er entscheidet in Streitfällen und kann für einzelne Hunde oder Paarungen, die nach den Regeln der Zuchtordnung keine Zuchtzulassung haben, in seltenen und für die Zucht wichtigen Fällen Ausnahmegenehmigungen erteilen. Laut Satzung besteht der Zuchtausschuss zurzeit aus folgenden Personen: Vorsitzende Hauptzuchtwartin Rita Lehner, 1. Vorsitzender Heiko Bormann, stellv. Hauptzuchtwart Heiner Tiedemann, Obmann für das Prüfungswesen Karl-Hermann Kleyboldt.

Selbstverständlich sind wir bemüht, unsere Ordnungen und die Abläufe in der Zucht ständig anzupassen, natürlich immer mit dem Ziel, nicht zu vermehren, sondern  wo dies richtig ist zu bewahren und wo dies notwendig ist zu verbessern.